Orosz, Kati (Ungarn)
Biographie:
Mein Universitätsstudium in Mathematik und Physik lehrte mich, dass die Welt nicht das ist, was unsere fünf Sinne wahrnehmen. Als junge Erwachsene leitete mich mein tiefes spirituelles Interesse zum Erkunden der europäischen, tibetischen und alten ungarischen Traditionen. Nachdem ich meinen zwei Söhnen das Leben geschenkt hatte, entschied ich mich, neue Wege zu gehen und erlangte Universitätsabschlüsse in Psychologie und vervollständigte meine klinischen, beruflichen Studien. Meine psychotherapeutische Ausbildung beinhaltete Jungianische Analyse und verschiedene Methoden, die mit veränderten Bewusstseinszuständen arbeiteten. Meine beruflichen und persönlichen Erfahrungen halfen mir, meine eigene transpersonale therapeutische Arbeitsweise zu entwickeln, in die ich auch das integrierte, was ich von englischen und holländischen Therapeuten lernte.
1994 wurde ich Präsidentin der Ungarischen Transpersonalen Assoziation.
Neben der Arbeit mit depressiven und missbrauchten Klienten, arbeitete ich auch mit physisch kranken Menschen (mit Krebs, SM, Morbus Crohn etc.) mit dem Ziel, die Selbstheilungskräfte ihres Körpers zu entdecken.
Workshop: Das wütende Baby in uns
Im Ablauf der Geburt, der durch das Protokoll moderner, geburtshilflicher Praktiken festgelegt ist, sind die ersten Erlebnisse, denen neugeborene Babys ausgesetzt sind, Preisgabe, Hilflosigkeit, Abhängigkeit, Gewalt und Furcht, anstelle von Miteinander und Liebe. Der Workshop stellt unsere Arbeit von acht Jahren vor, die Erwachsenen dabei hilft, ein korrektives Erleben ihrer Geburtsmuster zu erlangen. Diese Art Therapie findet in längeren Gruppenprozessen und/ oder individueller Arbeit statt. Ihre hauptsächliche Stärke liegt im totalen und liebenden Beistand der Helfer untereinander und mit den Teilnehmenden. Wir benutzen keine Suggestion, Hypnose oder holotropes Atmen, sondern ermutigen die Teilnehmer ihre tiefsten Gefühle mit Körperübungen auszudrücken, mit verbaler Kommunikation und Zeichnungen. Einem Teil ist es möglich, jene physischen und psychologischen Erlebnisse auf der emotionalen Ebene wieder zu erfahren, die während der fötalen und perinatalen Periode abgespalten und zum Hindernis ihrer persönlichen Entwicklung im späteren Leben wurden, besonders wenn große Umwälzungen stattfanden. Das wütende, enttäuschte oder bitterlich verzweifelte Baby in uns bestimmt die Qualität unserer Verhaftung vor allem in unseren primären Beziehungen und beeinflusst unsere sexuellen Gewohnheiten und unser Vermögen, etwas zu ändern. Im Verlauf der Therapie wird der Körper-Kummer des Babys, der im Verlauf der perinatalen Phase unbewältigt blieb, endlich wieder aufgenommen und zu einer erfolgreichen Korrektur unserer emotionalen Muster geführt werden.
Falls Interesse besteht, bietet der Workshop den Teilnehmenden auch Selbsterfahrungen an.
